Die Zeit vor Jahr 0
Lange vor Beginn der eigentlichen Geschichte erschufen die Hosts die Welt und die zahlreichen Lebewesen, die sie bevölkerten. Doch während der Erschaffung entstanden verschiedene Fehler und Anomalien. Aus diesen Fehlern gingen schließlich die vier E.V. hervor. Die E.V. waren jedoch keine gewöhnlichen Wesen. Sie waren von Anfang an bösartig und verfolgten ein einziges Ziel:
die Zerstörung der von den Hosts erschaffenen Welt. Sie betrachteten diese als fehlerhafte Schöpfung und wollten sie ins Chaos stürzen, anstatt sie zu bewahren.
Im Laufe der Zeit entwickelten die E.V. mächtige Waffen und begannen damit, ihre Pläne vorzubereiten. Dabei erhielten sie Visionen von Herobrine, ihrem Anführer und mächtigsten Wesen. Herobrine sah eine Zukunft voraus, in der die Welt vollständig zerstört werden konnte. Die Waffen, die später für die Ereignisse aus Minecraft Dungeons von Bedeutung waren, wurden deshalb nicht zum Schutz der Welt geschaffen, sondern als Teil der langfristigen Pläne der E.V.
Die Hosts erkannten schließlich, dass etwas mit den E.V. nicht stimmte. Sie versuchten, ihre Schöpfungsfehler zu beseitigen und die Bedrohung einzudämmen. Sie glaubten, die Fehler erfolgreich behoben zu haben.
Doch sie irrten sich.
Die E.V. waren weiterhin am Leben und setzten ihren Plan heimlich fort. Sie warteten auf den richtigen Zeitpunkt, um die nächste Phase ihres Vorhabens einzuleiten.
Jahr 0 – Die Invasion der Piglins
Im Jahr 0 begannen die E.V., ihren lange vorbereiteten Plan in die Tat umzusetzen. Schon seit langer Zeit beobachteten sie die verschiedenen Völker und Dimensionen der Welt. Sie wussten, dass ein direkter Angriff auf die Oberwelt zu riskant wäre. Stattdessen wollten sie andere Völker dazu bringen, für sie zu kämpfen. Schließlich fanden sie das Volk, das sie dafür benutzen konnten: die Piglins.
Die Piglins lebten im Nether, einer Dimension, die bereits von Natur aus extrem heiß und lebensfeindlich war. Doch im Laufe der Zeit verschlimmerte sich die Situation immer weiter. Einer der Hauptgründe dafür war der enorme Umgang der Piglins mit Gold. Gold hatte in ihrer Gesellschaft einen außergewöhnlich hohen Wert. Es wurde gesammelt, gehandelt, verarbeitet und immer wieder eingeschmolzen. Die Piglins bauten immer größere Mengen Gold ab und verwendeten es für ihre Rüstungen, Werkzeuge, Gebäude und ihren Handel.
Durch das ständige Schmelzen und Verarbeiten der gewaltigen Goldvorkommen entstand immer mehr Hitze. Gleichzeitig wurden Treibhausgase freigesetzt, die sich in der Atmosphäre des Nethers sammelten. Dadurch konnte die bereits vorhandene Wärme immer schlechter entweichen.
Der Nether begann sich langsam weiter aufzuheizen. Was zunächst kaum bemerkbar war, wurde über die Generationen zu einer gewaltigen Veränderung.
Die Temperaturen stiegen. Die Luft wurde heißer. Die Lavaseen breiteten sich aus und ganze Regionen wurden zunehmend unbewohnbar. Die Piglins bemerkten zwar, dass ihre Heimat immer lebensfeindlicher wurde, doch sie verstanden nicht, dass ihre eigene Ausbeutung der Goldvorkommen einen Teil dieser Entwicklung verursachte. Statt weniger Gold zu verwenden, benötigten sie durch die steigende Hitze sogar noch mehr Ressourcen, um ihre Gesellschaft aufrechtzuerhalten. So entstand ein Kreislauf.
Je mehr Gold sie abbauten, desto mehr wurde geschmolzen. Je mehr Gold geschmolzen wurde, desto mehr Hitze und Treibhausgase entstanden. Je heißer der Nether wurde, desto verzweifelter wurden die Piglins.
Schließlich begannen sie, nach einer Möglichkeit zu suchen, ihre Welt zu verlassen.
Genau auf diesen Moment hatten die E.V. gewartet. Sie traten an die Piglins heran und versprachen ihnen eine neue Heimat. Eine Welt mit grünen Wiesen, Wäldern, Flüssen und fruchtbarem Land. Eine Welt, in der sie nicht länger unter der unerträglichen Hitze des Nethers leiden mussten.
Diese Welt war die Oberwelt.
Die Piglins glaubten den Versprechungen der E.V. Sie glaubten, dass sie dort endlich eine Zukunft für ihr Volk finden könnten. Doch die E.V. hatten nie vorgehabt, ihnen eine neue Heimat zu schenken.
Die Piglins sollten lediglich als Werkzeug dienen. Sie sollten in die Oberwelt einfallen und einen Krieg beginnen.
FORTSETZUNG FOLGT!
Kayra Baysal, 9b (Schuljahr 2026/2027)